CDU Gleichen fordert Aufklärung über Kontaminationen auf Schulbaustelle
CDU Gleichen, fordert Aufklärung über Kontaminationen auf Schulbaustelle
Kerstlingerode. Der Schulbau in Kerstlingerode verzögert sich erheblich. Nach Informationen der CDU Gleichen stehen die Verzögerungen offenbar zumindest teilweise im Zusammenhang mit mehrfach amtlich festgestellten Kontaminationen des beim Abriss des alten Gebäudeteils angefallenen Bauschutts.
Damit stellen sich aus unserer Sicht wichtige Fragen, die bislang nicht ausreichend beantwortet wurden: Welche Stoffe wurden festgestellt? Wie stark war der Bauschutt belastet? Wurde auch das Erdreich untersucht? Und bestand zu irgendeinem Zeitpunkt eine Gefährdung für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern oder andere Personen auf dem Schulgelände?
Um Klarheit zu schaffen, hat die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Gleichen einen Katalog mit 34 konkreten Fragen an die Gemeindeverwaltung gerichtet. Die Fragen sollten in der Ratssitzung am 30. September 2026 beantwortet werden.
Dazu kam es jedoch nicht. Obwohl der Verwaltung die Fragen bereits eine Woche vor der Sitzung vorlagen, wurden sie in der Sitzung nicht beantwortet. Stattdessen wurde auf eine spätere Beantwortung als Anlage zum Sitzungsprotokoll verwiesen.
Wir meinen: Gerade bei möglichen Belastungen eines Schulgeländes brauchen Eltern, Beschäftigte und die Öffentlichkeit nachvollziehbare Antworten – und zwar transparent und ohne unnötige Verzögerung.
Die in der o.g. Sitzung gegen uns erhobenen Vorwürfe, wir würden Stimmung machen und unerhörte Behauptungen aufstellen, weisen wir mit Vehemenz zurück. Es ist unser gutes Recht, detailliert und sachlich nachzufragen. Wenn die Verwaltung, wie vom Bürgermeister behauptet, stets transparent informiert hätte, bräuchte nur darauf verwiesen werden.
Deshalb ist für uns unverständlich ist, warum die sicherlich größtenteils verfügbaren Antworten nicht bereits in der öffentlichen Ratssitzung gegeben wurden. Solche Antworten dürfen nicht erst stark zeitverzögert in einem Protokollanhang gegeben werden und damit für die Öffentlichkeit nur schwer auffindbar sein.
Welche Schadstoffe wurden festgestellt? In welchen Mengen? Wo wurden sie gefunden? Wie wurden Bauschutt und möglicherweise belastetes Erdreich behandelt und entsorgt? Welche Untersuchungen wurden durchgeführt? Und können gesundheitliche oder ökologische Gefahren ausgeschlossen werden?
Auf diese Fragen erwarten wir klare und nachvollziehbare Antworten.
Denn es geht um mehr als eine Verzögerung beim Schulbau. Es geht um das Vertrauen von Eltern, Kindern, Lehrkräften und der gesamten Öffentlichkeit in einen sicheren Schulstandort und in einen transparenten Umgang der Verantwortlichen mit schwierigen Themen.
Wir werden deshalb bei diesem Thema nicht lockerlassen, bis die offenen Fragen beantwortet sind.
Den vollständigen Fragenkatalog der CDU-Fraktion mit allen Fragen finden Sie hier: